Arbeitsplatz Firmengarten

"Ich bin dann mal draußen."


Viele Unternehmen setzen auf eine grüne Umgebung. Das macht sich nicht nur gut fürs Image, sondern kann auch Mitarbeiter binden und motivieren. Eine Steuerberaterkanzlei am Niederrhein hat sogar einige Besprechungszimmer ins Grüne verlegt - mit Hecken statt Wänden.

Nüchtern und sachlich, so ist die gängige Vorstellung von Steuerberater- und Wirtschaftsprüferbüros. Doch wer die Kanzlei von Daamen, Müller und Hufschmidt in Straelen am Niederrhein besucht, wird eines anderen belehrt. Opulente 11.000 Quadratmeter Garten säumen das Gebäude - aber nicht als Villengarten mit Rasen und Blumenrabatten. Stattdessen gliedern streng geschnittene Hecken die Fläche.

So entstehen mal große, mal kleine grüne Räume als Fortsetzung der Zimmer drinnen im Gebäude. Jeder grüne Raum besitzt verborgen und gut abgeschirmt einen Sitzplatz. Um ihn herum führen Zierkirschen, Zieräpfel, Magnolien, Rhododendren und Hortensien einen Blütenreigen auf, während sich Narzissen und Hasenglöckchen, Funkien, Astilben und Taglilien zu ihren Füßen ausbreiten.

Rund 50 Menschen arbeiten in der grünen Kanzlei. Spielt das Wetter mit, treffen sie sich auch draußen in den Gartenräumen zu Besprechungen. Dort stimmen sie Termine ab, legen Strategien fest oder ziehen sich mit ihren Klienten in einen der "grünen Räume" zurück. (...)

13 Jahre ist das ungewöhnliche Konzept der Kanzlei inzwischen alt und hat sich sehr bewährt. Die Fluktuation ist gering, denn Betriebsklima und Arbeitsatmosphäre werden hoch geschätzt. Aber noch ein anderer Gesichtspunkt spielt eine Rolle. Schon bei der Planung stand die Frage im Raum, wie die Kanzlei sich gegenüber der zahlreichen Konkurrenz abheben könnte. Heute ist klar: Für die Bindung der Klienten spielt der Garten eine wichtige Rolle. (...)

Helga Panten, dpa

den ganzen Artikel finden Sie hier: manager magazin